Gold, Silber, zweimal Bronze – und mittendrin am Mikrofon: Rückblick auf die Kanu-Polo-WM in Duisburg

Was für eine Woche auf der Regattabahn in Duisburg! Sieben Tage Kanu-Polo auf höchstem internationalem Niveau, Teams aus aller Welt, volle Tribünen – und am Ende vier Medaillen für die deutschen Nationalmannschaften.

Für mich persönlich war die Paddle Worldwide Canoe Polo World Championships 2026 ebenfalls ein besonderes Erlebnis: Von der Eröffnungsfeier über die Spiele bis zur großen Siegerehrung durfte ich diese Heim-Weltmeisterschaft als Moderator und Stadionsprecher begleiten.

Gold für die deutschen Damen

Das sportliche Highlight aus deutscher Sicht lieferten die Damen. Im WM-Finale gegen Frankreich zeigte das Team eine beeindruckende Leistung und sicherte sich mit einem deutlichen 8:1-Erfolg den Weltmeistertitel.

Vor vollen Rängen auf der Regattabahn durfte anschließend gefeiert werden: Deutschland ist Kanu-Polo-Weltmeister 2026!

Auch die deutschen Herren sorgten für ein hochdramatisches Finale. Gegen Italien kämpfte sich das Team nach einem 1:3-Rückstand zurück, erzwang beim Stand von 3:3 die Verlängerung und musste sich dort schließlich knapp mit 3:4 geschlagen geben. Damit ging WM-Silber an Deutschland.

Und auch der Nachwuchs trug zu einer starken deutschen Gesamtbilanz bei: Sowohl die U21-Damen als auch die U21-Herren gewannen Bronze.

Damit stand am Ende in jeder der vier Wettbewerbsklassen ein deutsches Team auf dem Podium: einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. Deutschland gewann damit auch die Nationenwertung.

28 Nationen, 76 Teams – eine echte Heim-WM

Schon die Dimensionen dieser Weltmeisterschaft waren beeindruckend: Zur Eröffnungsfeier waren 28 Nationen und 76 Mannschaften angekündigt. Mehr als 700 Athletinnen und Athleten wurden in Duisburg erwartet.

Entsprechend international war auch mein Arbeitsplatz in diesen Tagen.

Gemeinsam mit meinem Kollegen André Scheidt durfte ich bereits die Eröffnungsfeier moderieren. Beim Einlauf der Nationen die Teams aus aller Welt willkommen zu heißen, die Volunteers zu würdigen und gemeinsam mit den Fans auf den Tribünen die WM offiziell zu eröffnen, war ein großartiger Auftakt.

Danach verlagerte sich mein Arbeitsplatz an und auf die Regattabahn.

Stadionsprecher bei einer Weltmeisterschaft

Während der Wettkampftage durfte ich zahlreiche Begegnungen als Stadionsprecher begleiten: Teams ankündigen, Spielerinnen und Spieler vorstellen, Ergebnisse und Informationen transportieren, Interviews führen – und natürlich immer wieder versuchen, die internationalen Fans auf den Tribünen mitzunehmen.

Gerade diese Mischung hat den Einsatz für mich besonders gemacht: seriöse internationale Moderation auf Englisch auf der einen Seite – Emotion, spontane Reaktionen und Interaktion mit den Zuschauerinnen und Zuschauern auf der anderen.

Vom Einlauf der Nationen bis zur Siegerehrung

Zum Abschluss durfte ich dann noch einmal einen der emotionalsten Teile einer Weltmeisterschaft begleiten: die Siegerehrungen.

Medaillen, Nationalhymnen, jubelnde Mannschaften und Athletinnen und Athleten, die nach einer langen WM-Woche für ihre Leistungen ausgezeichnet werden – solche Momente aus nächster Nähe moderieren zu dürfen, ist auch nach vielen Jahren am Mikrofon etwas Besonderes.

Und wenn bei einer Heim-WM schließlich Gold für die deutschen Damen, Silber für die Herren und zweimal Bronze für die U21-Teams gefeiert werden können, ist das natürlich umso schöner.

Nach intensiven Tagen bleibt deshalb vor allem eines:

Danke an das gesamte Team hinter dieser Weltmeisterschaft, an die vielen Volunteers, Offiziellen und Helferinnen und Helfer, an die Athletinnen und Athleten aus aller Welt – und an die Fans auf den Tribünen für die großartige Atmosphäre.

Für mich war die Kanu-Polo-Weltmeisterschaft 2026 in Duisburg ein außergewöhnlicher Einsatz als Sportmoderator und Stadionsprecher – international, emotional und ganz nah dran am Sport.

Und genau für solche Veranstaltungen steht man verdammt gerne am Mikrofon.